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Wenn Sie das Tier nun an die Hand gewöhnen wollen, entziehen sie ihm nun zwei, drei Tage vorher die geliebte Kolbenhirse. Legen Sie ein Stück Hirse in die Rillen zwischen Ihren Fingern, und zwar so, dass der Vogel die Hand betreten muss, um an das geliebte Leckerli zu kommen.
Das ist vielleicht nicht gleich von Erfolg gekrönt. Versuchen Sie es mehrmals. Langsam wird das Tier später beginnen, mit dem Schnabel an der Hand zu knabbern, also die Hand zu schmecken, dann wird er, vielleicht erst am nächsten Tag, ein Füsschen auf die Hand stellen. Sprechen Sie dem Tier hier gut zu, loben Sie es. Dann erkennt er, was er machen soll, und wird dann bald das zweite Beinchen nachziehen. Er wird langsam dann die Hirse herantreten, und seine Belohnung geniessen. Es empfiehlt sich, dies zunächst innerhalb des Bauers zu machen, später in Freiheit.
Da die natürlichen Feinde der Wellensittiche Greifvögel sind, die von oben angreifen und die Vögel krallen, sollten Sie nie nach dem Tier greifen! Wellensittiche sind Ritualtiere. Also gönnen Sie dem Tier immer zur gleichen Zeit den Ausflug, ein Morgen- oder Nachtritual. Unsere Vögel werden zum Beispiel immer zur gleichen Zeit mit einem Tuch abgedeckt. Auch hier raten manche Bücher davon ab, aber in über zehn Jahren hat das keinem unserer Vögel geschadet, im Gegenteil. Die Vögel gehen immer zur gleichen Zeit auf den Schlafplatz (die Schaukel) und strecken sich entspannt, wenn sie mit den Worten “Gute Nacht, schlaft schön” abgedeckt werden. Dies sollte, wie andere Sachen auch, immer zur gleichen Zeit und immer in der gleichen Weise sein.
Unser Putzi war so auf uns geprägt, dass er, am Fenster der Küche stehend, nur ca. 50 cm vom Tisch weg, wenn Essen für uns auf den Tisch kam, auch an en Fressnapf gegangen ist! Nach ungefähr einem Monat hat er sich an sie gewöhnt, ist zahm und hat seine Lieblingsspielzeuge entdeckt. Das liebste Spiel der Vögel ist es etwa, den Spielball vom Tisch zu schubsen und darauf zu warten, dass ihn jemand wieder aufhebt. Lassen Sie sich bestenfalls nicht all zu lange darauf ein, da das Tier hier mehr Ausdauer hat als Sie :-)
Nach ungefähr einem Monat können Sie auch beginnen, ihn zu kraueln, am besten da, wo er zusehen kann. Es bietet sich hier der Bauch des Wellensittichs an, den sie ihm sanft gegen den Strich streicheln. Dies hat für den Vogel die Bedeutung der Gefiederpflege und ist somit eine soziale Handlung. Wenn er das geniesst, können Sie nach einigen Tagen beginnen ihm sanft über den Rücke zu streicheln. Auch hier kann er zusehen.
Wenn er Vertrauen gefasst hat, wird der Ihnen freudig die Nackenfedern entgegenstellen, wenn er Kraule-Kraule will.
Später können sie ihn im Nacken streicheln, was er sehr geniessen wird, da er sich das Gefieder da nicht selbst pflegen kann. Das Köpfchen zu streicheln ist meist davon begleitet, dass der Vogel den Kopf automatisch nach unten zuckt, was aber mit der Zeit vergeht, wenn er merkt, dass ihm keine Gefahr droht.
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